hypnosystemisches Coaching

Die letzte Maske der Angst - Wie Zwangsstörungen die Kontrolle übernehmen

Stell dir vor, du verlässt morgens das Haus. Die Tür fällt ins Schloss. Nach wenigen Schritten kommt ein Gedanke: "Habe ich wirklich abgeschlossen?" Du gehst zurück. Kontrollierst die Tür. Sie ist abgeschlossen. Du gehst wieder los. Doch der Gedanke verschwindet nicht. "Vielleicht habe ich mich geirrt." Du kontrollierst erneut. Und noch einmal. Und irgendwann weißt du selbst nicht mehr, ob du der Tür nicht vertraust oder deinem eigenen Erleben.

So oder ähnlich beginnt für viele Menschen eine Zwangsstörung. Nicht mit einem Verhalten. Sondern mit einem Zweifel.

Die letzte Station unserer Reise durch die Welt der Angst

In den vergangenen Artikeln haben wir uns mit Phobien, Panik, generalisierten Ängsten, Gesundheitsängsten und sozialen Ängsten beschäftigt. Zum Abschluss dieser Reihe möchte ich auf ein Krankheitsbild blicken, das oft missverstanden wird und mit einer besonders hohen Scham verbunden ist:

Die Zwangsstörung.

Viele Menschen denken dabei zunächst an Waschzwänge oder Menschen, die ständig kontrollieren müssen. Tatsächlich ist das Krankheitsbild deutlich vielschichtiger. Und vor allem: Es ist deutlich häufiger, als die meisten Menschen vermuten.

Was genau ist eine Zwangsstörung?

Zwangsstörungen bestehen aus zwei zentralen Elementen:

Zwangsgedanken:

Zwangsgedanken sind unerwünschte, sich aufdrängende Gedanken, Bilder oder Impulse.

Beispielsweise:

  • „Was, wenn ich jemanden verletze?“

  • „Was, wenn ich mein Kind beschädige?“

  • „Was, wenn ich jemanden angesteckt habe?“

  • „Was, wenn ich etwas Wichtiges vergessen habe?“

  • „Was, wenn ich böse oder gefährliche Gedanken habe?“

Diese Gedanken werden nicht als angenehm erlebt. Im Gegenteil. Sie lösen meist starke Angst, Schuldgefühle oder Ekel aus.

Zwangshandlungen:

Zwangshandlungen sind Versuche, die durch die Gedanken ausgelöste Anspannung zu reduzieren.

Zum Beispiel:

  • Kontrollieren

  • Waschen

  • Zählen

  • Ordnen

  • Wiederholen bestimmter Handlungen

  • Mentale Rituale

  • Ständiges Nachdenken und Grübeln

  • Rückversicherungen einholen

Kurzfristig entsteht Erleichterung. Langfristig wird das Muster verstärkt.

Warum Zwangsstörungen eigentlich Angststörungen sind

Formell werden Zwangsstörungen heute als eigenständige Diagnosegruppe betrachtet. Psychologisch stehen sie den Angststörungen jedoch sehr nahe. Denn im Kern läuft häufig derselbe Mechanismus ab:

Ein Gedanke erzeugt Angst. Die Angst erzeugt ein Sicherheitsverhalten. Das Sicherheitsverhalten reduziert kurzfristig die Angst. Dadurch lernt das Gehirn: "Gut, dass wir das Ritual durchgeführt haben."

Bei einer Phobie wird die Situation vermieden. Bei einer Gesundheitsangst wird der Körper kontrolliert. Bei einer Zwangsstörung wird ein Ritual durchgeführt. Der Mechanismus ist nahezu identisch.

Der Zweifel als eigentliche Erkrankung

Was viele Menschen überrascht: Nicht der Gedanke ist das Problem. Der Zweifel ist das Problem. Jeder Mensch hat seltsame, aggressive, sexuelle, peinliche oder absurde Gedanken. Unser Gehirn produziert täglich Tausende davon. Menschen ohne Zwangsstörung lassen diese Gedanken meist vorbeiziehen. Menschen mit einer Zwangsstörung bleiben an ihnen hängen. Nicht weil die Gedanken gefährlicher wären. Sondern weil ihnen eine besondere Bedeutung gegeben wird. Aus einem Gedanken wird ein Risiko. Aus einem Risiko eine Verantwortung. Aus Verantwortung entsteht Handlungsdruck.

„Aber ich denke solche Dinge doch wirklich!“ – Die Abgrenzung zur Psychose

Eines der größten Missverständnisse betrifft die Frage, ob Menschen mit Zwangsstörungen „verrückt werden“. Viele Betroffene haben genau davor Angst. Insbesondere dann, wenn sie aggressive oder verstörende Zwangsgedanken erleben. Ein wichtiger Unterschied zur Psychose besteht darin:

Bei einer Zwangsstörung: Die Betroffenen erleben die Gedanken in der Regel als fremd, störend und unerwünscht. Sie leiden darunter. Sie fragen sich: "Warum denke ich so etwas?" "Was stimmt nicht mit mir?" "Ich will das doch gar nicht." Es besteht also ein Bewusstsein dafür, dass die Gedanken nicht mit den eigenen Werten übereinstimmen.

Bei einer psychotischen Erkrankung: Der Realitätsbezug kann verloren gehen. Gedanken, Überzeugungen oder Wahrnehmungen werden als Realität erlebt. Die kritische Distanz fehlt häufig.

Bei einer Zwangsstörung ist dagegen das Gegenteil typisch: Die Betroffenen hinterfragen sich oft übermäßig. Genau diese übersteigerte Selbstkontrolle verursacht einen großen Teil des Leidens. Der Mensch mit einem aggressiven Zwangsgedanken möchte niemandem schaden. Tatsächlich ist die starke Angst vor dem Gedanken häufig ein Ausdruck genau der Werte, die ihm besonders wichtig sind.

Warum Betroffene so lange schweigen

Zwangsstörungen gehören zu den Erkrankungen mit der höchsten Schambelastung überhaupt. Viele Betroffene sprechen mit niemandem darüber. Nicht mit Freunden. Nicht mit Partnern. Nicht mit Ärzten. Warum? Weil sie befürchten, genau aufgrund ihrer Gedanken verurteilt zu werden. Wer möchte schon erzählen, dass er ständig Angst hat, jemanden verletzen zu können? Wer spricht leicht darüber, immer wieder kontrollieren zu müssen? Wer berichtet freiwillig von religiösen, sexuellen oder aggressiven Zwangsgedanken?

Die Folge: Viele Menschen leiden lange im Verborgenen.

Obwohl die diagnostischen Kriterien oft bereits nach relativ kurzer Zeit erfüllt sein können, dauert es bei vielen Betroffenen deutlich länger, bis sie professionelle Hilfe suchen. Gerade Scham und die Angst vor Missverständnissen stellen häufig große Hürden dar.

Der hypnosystemische Blick: Wenn Aufmerksamkeit zur Falle wird

Wie in allen bisherigen Artikeln begegnen wir auch hier einem Gedanken von Gunther Schmidt:

Erleben entsteht durch Aufmerksamkeitsfokussierung.

Menschen mit Zwangsstörungen entwickeln häufig eine intensive Problemtrance. Die Aufmerksamkeit richtet sich immer wieder auf:

  • mögliche Gefahren

  • mögliche Fehler

  • mögliche Schuld

  • mögliche Verantwortung

Dadurch entsteht ein enges Aufmerksamkeitsfeld. Das Gehirn beginnt permanent nach Ausnahmen, Risiken oder Unsicherheiten zu suchen. Und weil keine absolute Sicherheit existiert, findet das Suchsystem immer neuen Stoff.

Die verborgene Funktion des Zwangs

Aus hypnosystemischer Sicht ist ein Symptom niemals sinnlos. Auch Zwangshandlungen sind Lösungsversuche. Sie versuchen häufig Sicherheit herzustellen, Verantwortung zu übernehmen, Risiken zu vermeiden, Kontrolle zu gewinnen oder Schuld zu verhindern Das System verfolgt dabei ein grundsätzlich positives Ziel. Es möchte schützen. Nur ist die Strategie irgendwann außer Kontrolle geraten.

Therapeutische Hebel

1. Sicherheit nicht länger erzwingen

Die meisten Zwänge kreisen letztlich um dieselbe Frage: "Kann ich hundertprozentig sicher sein?" Die ehrliche Antwort lautet: Nein. Und genau hier beginnt oft die Heilung. Nicht durch mehr Kontrolle. Sondern durch die Fähigkeit, mit Unsicherheit leben zu lernen.

2. Gedanken wieder zu Gedanken werden lassen

Hypnosystemische Arbeit unterstützt Menschen dabei, Abstand zu ihren Gedanken zu entwickeln. Ein Gedanke ist zunächst nur ein Gedanke. Kein Beweis. Keine Absicht. Keine Tat. Keine Vorhersage. Dieser Perspektivwechsel kann enorm entlastend sein.

3. Die dahinterliegenden Kompetenzen würdigen

Viele Menschen mit Zwangsstörungen verfügen über bemerkenswerte Fähigkeiten:

  • Verantwortungsbewusstsein

  • Gewissenhaftigkeit

  • Sorgfalt

  • Aufmerksamkeit

  • Integrität

Therapie bedeutet nicht, diese Kompetenzen abzuschaffen. Sondern sie von der Angst zu befreien.

4. Neue Erfahrungen ermöglichen

Wie bei vielen Angststörungen entsteht nachhaltige Veränderung durch neue Erfahrungen. Der Mensch lernt Schritt für Schritt:

  • Ich kann Unsicherheit aushalten.

  • Ich muss nicht auf jeden Gedanken reagieren.

  • Ich darf unvollkommen sein.

  • Ich kann Verantwortung übernehmen, ohne alles kontrollieren zu müssen.

Zum Schluss – ein Perspektivwechsel

Vielleicht liegt die größte Tragik einer Zwangsstörung darin, dass sie oft aus etwas sehr Wertvollem entsteht. Aus Fürsorge. Aus Verantwortungsgefühl. Aus dem Wunsch, niemandem zu schaden. Das Problem ist nicht, dass diese Werte falsch wären. Das Problem ist, dass die Angst irgendwann die Führung übernimmt. Und dann wird aus Verantwortung Kontrolle. Aus Fürsorge Überwachung. Aus Gewissenhaftigkeit ein Gefängnis. Vielleicht beginnt Veränderung genau dort, wo Menschen entdecken, dass sie ihren Gedanken nicht alles glauben müssen. Und dass ein erfülltes Leben nicht daraus entsteht, jede Unsicherheit zu beseitigen. Sondern daraus, trotz Unsicherheit zu leben.

Zum Abschluss dieser Reihe

Wenn wir auf unsere Reise durch die Welt der Angst zurückblicken, zeigt sich ein gemeinsames Muster: Ob Phobie, Panik, generalisierte Angst, Gesundheitsangst, soziale Angst oder Zwangsstörung: Immer versucht ein System, uns zu schützen. Immer richtet sich Aufmerksamkeit auf mögliche Gefahren. Immer entsteht ein Lösungsversuch. Und immer beginnt Veränderung dort, wo wir lernen, unsere Symptome nicht als Feinde zu betrachten, sondern als Hinweise auf Bedürfnisse, die gesehen werden wollen. Vielleicht ist Angst deshalb nicht das Gegenteil von Sicherheit. Vielleicht ist sie manchmal einfach ein Signal dafür, dass etwas in uns nach Orientierung sucht. Und genau dort beginnt die Möglichkeit, einen neuen Weg zu wählen.

Vielen Dank, dass du mich auf dieser Reise begleitet hast. Ich gehe jetzt in meine alljährliche Septemberpause und bin ab Oktober wieder da. Mit welchem Thema weiß ich aktuell noch gar nicht so recht. Aber vielleicht hast du ja ein Wunschthema. Ich freue mich sehr über deine Vorschläge und Wünsche.

Constance

Der hypnosystemische Ansatz - Integratives Arbeiten mit Körper und Psyche

In den letzten Wochen habe ich unterschiedliche psychische Krankheitsbilder vorgestellt, die alle gemeinsam haben, dass sie sich über körperliches Leiden Ausdruck verleihen. Du erinnerst dich vielleicht an die dissoziativen Störungen, einen Schutzmechanismus, der unser Bewusstsein vor oft schweren Traumata schützt, die somatoformen Störungen, bei denen die Seele über unterschiedliche Schmerzen und Erkrankungen über den Körper spricht, ohne dass eine körperliche Ursache gefunden werden kann, und schließlich die psychosomatischen Erkrankungen, bei denen der Körper mit einer Erkrankung reagiert, die im Kontext längerer Be- oder Überlastung steht.

Wenn Menschen mit entsprechenden Beschwerden in eine Therapie kommen, bringen sie oft eine lange Geschichte mit. Viele Arztbesuche. Untersuchungen. Medikamente. Vielleicht sogar die Erfahrung, nicht wirklich ernst genommen zu werden. „Organisch ist nichts zu finden.“ Dieser Satz kann für Betroffene gleichzeitig erleichternd und zutiefst frustrierend sein. Denn die Schmerzen sind real. Die Erschöpfung ist real. Das Herzrasen, die Magenkrämpfe, die Verspannungen, der Schwindel – all das ist spürbar, belastend und oft lebensbestimmend.

Der hypnosystemische Ansatz von Gunther Schmidt eröffnet hier eine spannende Perspektive. Eine Perspektive, die weder Körper noch Psyche gegeneinander ausspielt, sondern beide als Teile eines intelligenten, miteinander kommunizierenden Systems versteht. Und genau dort beginnt eine Form von Therapie, die nicht gegen Symptome kämpft – sondern versucht zu verstehen, wofür sie stehen.

Körper und Psyche: Zwei Sprachen desselben Systems

In vielen medizinischen und therapeutischen Modellen wird noch immer unterschieden zwischen „körperlich“ und „psychisch“. Der hypnosystemische Ansatz stellt diese Trennung infrage.

Gunther Schmidt verbindet zwei große therapeutische Traditionen:

  • Systemische Therapie

  • Hypnotherapie nach Milton Erickson

Aus dieser Verbindung entsteht ein Verständnis des Menschen als komplexes Selbstorganisationssystem. Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, Körperempfindungen, Beziehungserfahrungen und Verhaltensmuster wirken darin ununterbrochen zusammen. Der Körper ist in diesem Modell nicht einfach ein „Ort von Symptomen“. Er ist ein hochsensibles Resonanzsystem, das Erfahrungen speichert, bewertet und kommuniziert. Gerade bei psychosomatischen, somatoformen oder dissoziativen Symptomen zeigt sich das besonders deutlich. Was sich im Körper ausdrückt, ist oft eine Form von innerer Kommunikation, für die bislang keine andere Sprache gefunden wurde.

Symptome als sinnvolle Lösungsversuche

Ein zentraler Gedanke in Gunther Schmidts Arbeit ist zunächst irritierend – und zugleich zutiefst entlastend: Symptome sind keine Fehler. Sie sind Versuche des Organismus, mit Belastungen umzugehen. Das bedeutet nicht, dass Symptome angenehm oder hilfreich sind. Aber sie erfüllen häufig eine wertvolle und wichtige Funktion innerhalb des Systems.

Ein Beispiel:

Ein Mensch erlebt über lange Zeit starke innere Spannungen oder ungelöste Konflikte. Der Körper reagiert vielleicht mit chronischen Muskelverspannungen, Magenbeschwerden oder Herzrasen. Aus hypnosystemischer Sicht ist das kein „Defekt“. Es ist ein Regulationsversuch des Nervensystems. Der Körper versucht, mit den verfügbaren Mitteln Stabilität herzustellen.

Wenn Therapeut:innen beginnen, Symptome nicht als Gegner zu betrachten, verändert sich sofort die Haltung in der Therapie. Statt zu fragen: „Wie bekommen wir das weg?“ entsteht eine andere Frage: „Wofür könnte dieses Symptom eine Lösung sein?“ Allein diese Perspektivverschiebung kann für Betroffene eine enorme Entlastung sein. Denn plötzlich wird ihr Erleben nicht mehr als Problem betrachtet, sondern als Teil einer intelligenten Selbstorganisation.

Die Sprache des Körpers verstehen

Gunther Schmidt arbeitet in der Therapie häufig damit, die Aufmerksamkeit der Patient:innen behutsam auf ihre körperlichen Erfahrungen zu lenken. Nicht analysierend. Nicht bewertend. Sondern neugierig.

Der Körper wird zu einer Art Landkarte innerer Prozesse.

  • Spannung im Brustraum

  • Enge im Hals

  • Druck im Magen

  • Schwere in den Schultern

All diese Empfindungen können Hinweise darauf sein, wie das innere System gerade organisiert ist. Viele Menschen haben jedoch gelernt, diese Signale zu übergehen. Der Alltag fordert Funktionieren. Leistung. Anpassung. Die Fähigkeit, die eigene Körperwahrnehmung ernst zu nehmen, geht dabei oft verloren. In der hypnosystemischen Arbeit wird sie wieder vorsichtig aktiviert. Nicht, um Symptome zu verstärken – sondern um Zugang zu den dahinterliegenden inneren Prozessen zu bekommen.

Hypnotherapie als Zugang zu inneren Ressourcen

Ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit ist die hypnotherapeutische Nutzung von Aufmerksamkeit und inneren Bildern. Dabei geht es nicht um Showhypnose oder Kontrollverlust. Im Gegenteil. Die hypnosystemische Hypnotherapie arbeitet mit einem sehr respektvollen Verständnis von Trance. Trance wird als natürlicher Aufmerksamkeitszustand betrachtet.

Wir kennen solche Zustände aus dem Alltag:

  • wenn wir völlig in Musik versinken

  • beim Tagträumen

  • beim intensiven Nachdenken

  • oder beim Autofahren auf einer vertrauten Strecke

In diesen Zuständen wird der Zugang zu inneren Bildern, Erinnerungen und Körperempfindungen oft besonders klar. Therapeutisch kann das genutzt werden, um neue Erfahrungen im inneren System zu ermöglichen. Beispielsweise kann ein Patient eingeladen werden, die körperliche Erfahrung eines Symptoms bewusst wahrzunehmen – und gleichzeitig nach inneren Bildern oder Erinnerungen zu suchen, die mit dieser Empfindung verbunden sind. Oft zeigen sich dabei überraschende Zusammenhänge. Ein Druck im Brustkorb kann plötzlich mit einem Gefühl von Überforderung verbunden sein. Eine Spannung im Nacken mit dem inneren Anspruch, immer stark sein zu müssen. Der Körper wird so zum Wegweiser in die innere Erlebniswelt und eröffnet oft ganz neue Ansätze in der Arbeit mit dem Symptom.

Achtsamkeit statt Kampf gegen Symptome

Was Gunther Schmidts Ansatz besonders auszeichnet, ist die grundlegend wertschätzende Haltung gegenüber dem inneren System eines Menschen. Selbst Symptome, die sehr belastend sind, werden nicht abgewertet. Sie werden als Teil eines Schutzmechanismus betrachtet.

Gerade bei psychosomatischen, somatoformen und dissoziativen Störungen ist diese Haltung oft hilfreich. Viele Betroffene haben über Jahre erlebt, dass ihre Beschwerden bagatellisiert oder missverstanden wurden. Wenn ein Therapeut stattdessen sagt: „Ihr Körper versucht offensichtlich sehr intensiv, auf etwas aufmerksam zu machen“, entsteht oft zum ersten Mal ein Gefühl von verstanden werden – und sich selbst zu verstehen. Diese Form der therapeutischen Beziehung ist im hypnosystemischen Ansatz zentral. Veränderung entsteht nicht durch Druck oder Konfrontation. Sie entsteht durch Sicherheit, Würdigung und neue Erfahrungsmöglichkeiten.

Neue Kooperation zwischen Körper und Psyche

Ein wichtiges Ziel der hypnosystemischen Therapie ist es, eine neue Zusammenarbeit innerhalb des eigenen Systems zu ermöglichen. Viele Menschen erleben ihre Symptome wie einen inneren Gegner. Der Körper „macht Probleme“. Die Psyche „funktioniert nicht richtig“. Der hypnosystemische Ansatz lädt dazu ein, diese Beziehung neu zu gestalten. Statt Kampf entsteht Kooperation. Der Körper wird wieder als Verbündeter betrachtet. Ein Signal wie Herzrasen kann dann nicht nur als Angst erlebt werden, sondern auch als Hinweis: Vielleicht ist gerade eine Grenze überschritten. Vielleicht braucht es eine Pause. Vielleicht eine Entscheidung. In diesem Sinne wird der Körper zu einem Frühwarnsystem für das eigene Wohlbefinden.

Warum dieser Ansatz gerade bei psychosomatischen Erkrankungen so wertvoll ist

Psychosomatische, somatoforme und dissoziative Symptome entstehen häufig in Situationen, in denen emotionale Erfahrungen nicht ausreichend verarbeitet werden konnten. Der Körper übernimmt dann gewissermaßen eine Übersetzungsfunktion. Gefühle, Erinnerungen oder innere Konflikte finden Ausdruck in körperlichen Prozessen. Der hypnosystemische Ansatz ermöglicht es, diese Ausdrucksformen ernst zu nehmen – ohne sie vorschnell zu pathologisieren.

Statt Symptome zu unterdrücken, entsteht ein Raum, in dem ihre Bedeutung verstanden werden kann. Und oft zeigt sich dann etwas sehr Berührendes: Der Körper hat über lange Zeit versucht, für das innere Gleichgewicht zu sorgen. Auch wenn die Form dieses Versuchs manchmal sehr schmerzhaft war.

Ein zutiefst menschlicher Blick auf Heilung

Was Gunther Schmidts Arbeit so besonders macht, ist letztlich nicht nur die Methode. Es ist die Haltung. Eine Haltung, die davon ausgeht, dass Menschen – selbst in schwierigen Symptomen – über erstaunliche Fähigkeiten zur Selbstorganisation verfügen. Die Aufgabe der Therapie besteht nicht darin, Menschen zu „reparieren“. Sondern darin, Bedingungen zu schaffen, unter denen diese Fähigkeiten wieder zugänglich werden. Der Körper spielt dabei eine zentrale Rolle. Er erinnert uns daran, dass Psyche und Körper nie getrennt waren. Sie waren immer Teil desselben lebendigen Systems. Und manchmal beginnt Heilung genau in dem Moment, in dem wir beginnen, diesem System wieder zuzuhören.

Ich selbst habe den hypnosystemischen Ansatz vor fünf Jahren kennengelernt. Seitdem ist diese Art zu arbeiten – und vor allem auch diese Perspektive auf Menschen, Themen und vermeintliche Probleme – elementarer Bestandteil meiner Arbeit als Coach und Berater. Die hypnosystemische Methode nach Gunther Schmidt eignet sich nicht nur ganz hervorragend für therapeutisches Arbeiten, sondern lässt sich auch wunderbar in meine Arbeit als Coach, Mediator und Organisationsberater übertragen.

Ich bin zum großen Fan geworden, und wenn du jetzt neugierig auf hypnosystemisches Arbeiten geworden bist, kontaktiere mich gerne. Gerne können wir schauen, ob du deine Perspektive auf ein Thema, das du aktuell als problematisch erlebst, mit Hilfe des hypnosystemischen Ansatzes neu gestalten kannst, um dir so einen anderen, hilfreicheren Zugang zu erarbeiten.

Constance

Der Weg zur Heilung

Therapie - aber wie?

Wenn Mitarbeitende nicht so wollen, wie es sich die Führungskraft vorstellt - Autopoiese und Metakommunikation

Die hohe Kunst der Führung aus hypnosystemischer Perspektive

In den letzten beiden Woche habe ich gleich drei Situationen erlebt, in denen mir in meiner Rolle als Coach und Berater die hypnosystemischen Ansätze rund um das Thema Führung ausgesprochen hilfreich waren. Außerdem ist meine letzte Weiterbildung bei Dr. Gunther Schmidt, dem Vater der Hypnosystemik, noch sehr präsent. Somit hat sich das Thema für meine neusten Blog wie von alleine ergeben. Ich möchte euch in dieser Woche ein paar sehr praktische Tools aus dem hypnosystemsichen Ansatz von Dr. Gunther Schmidt mit Blick auf das große Thema Führung und herausfordernde Gespräche mit Mitarbeitenden erläutern.

Die Mitarbeitenden wollen einfach nicht so wie ich!

Immer diese Renitenz… Eine Thematik die wahrscheinlich keiner Führungskraft fremd ist. Ich will links, die Mitarbeitenden weigern sich oder wollen partout rechts… Woran liegt das? Schon Luhmann hatte in seinen systemtheoretischen Betrachtungen hierfür eine einleuchtende Erklärung: Autopoiese ist das magische Wort! Hierbei handelt es sich um einen Ansatz aus der Neurophysiologie, der ins Deutsche übersetzt so viel bedeutet wie “Selbstherstellung” oder “die Hervorbringung von etwas als Werk seiner selbst”. Komplexe Systeme, das heiß in diesem Zusammenhang psychische Systeme (also einzelne Menschen) und soziale Systeme (also Teams, Gruppen, Organisationen, aber auch Familien), entwickeln sich aus sich selbst heraus und entscheiden somit auch frei und aus sich selbst heraus. Ich kann von außen bestenfalls Impulse oder Anreize geben. Die Richtung abschließend vorgeben kann ich nicht. Allerdings können meine Impulse so klug oder einleuchtend sein, dass die betrachteten Systeme eigenständig entscheiden in die Richtung zu gehen, die ich vorschlage.

Ich drücke es mal ganz platt aus: Glaubt bitte nicht, ihr könnte irgendjemanden zu etwas zwingen oder davon überzeugen, dass etwas toll ist, nur weil ihr es toll findet. Sowohl einzelne Mitarbeitende, als auch ganze Teams oder Organisationen bleiben selbstbestimmt, immer. Dieses Phänomen der Autopoiese von Sozialsystemen und psychischen Systemen ist der Grund weshalb in Veränderung professionelle Begleitung hilfreich ist und weshalb Mitarbeitende sich eben nicht einfach in eine gewünschte Richtung entwickeln nur weil die Chefin oder der Chef das einfordert.

Gespräche mit Mitarbeitenden als Werbegespräche

Basierend auf dieser absoluten Eigenständigkeit des menschlichen Geistes spricht Dr. Gunther Schmidt gerne von Werbegesprächen mit Mitarbeitenden. Ich kann niemanden zwingen, aber ich kann für ein bestimmtes Ziel werben. Wie in der Werbung muss ich mir im Vorfeld sehr genau Gedanken darüber machen, was ich an den Mann oder die Frau bringen möchte, wofür das hilfreich ist und wie genau meine Zielgruppe aussieht. Generell gelten diese Kernpunkte sowohl im Change Management mit Blick auf ein größeres System, als auch in der Auseinandersetzung mit einzelnen Mitarbeitenden, bei denen die Führungskraft die Notwendigkeit einer Veränderung wahrnimmt. In diesem Artikel möchte ich mich auf den zweiten Fall, das heißt die Auseinandersetzung mit individuellen Mitarbeitenden fokussieren. Das Thema Change Management und Autopoiese liefere ich zu gegebener Zeit nach.

“Feedback ist ein Geschenk!” - Oder so in der Art…

Wann immer es in Feedback- oder Entwicklungsgesprächen mit Mitarbeitenden darum geht, dass die Führungskraft aus ihrer Sicht veränderungsbedürftige Thematiken bei ihren Mitarbeitenden ansprechen möchte oder muss, fühlen sich aus meinem Erleben zumeist beide Beteiligten nicht wohl. Um nicht zu sagen sie sind gestresst. Mitarbeitende fühlen sich mit Blick auf die asymmetrischen Machtverhältnisse häufig ausgeliefert und auch die Führungskräfte spüren vermehrten Stress, weil sie ja niemanden kritisieren oder verletzen wollen. Wie also herangehen, an ein solches Gespräch?

Aus hypnosystemsicher Sicht geht es bei dieser Art Gespräch nicht darum, Fehler aufzuzeigen. Vielmehr liegt der Fokus darauf, wie jede und jeder möglichst zieldienlich, das heißt im größeren Sinne des Unternehmens, agieren kann um ein gemeinsames positives Ergebnis zu erzielen. Ich finde diese Grundhaltung ist per se schon einmal hilfreich.

Schritt eins: Vorbereitung ist alles

Im Vorfeld eines solchen Entwicklungsgesprächs kann ich nur jeden ermuntern, sich selbst ausführlich zu reflektieren, im Idealfall vielleicht sogar mit Unterstützung eines hypnosystemischen Coaches:

  • Welchen Sinn (welches “Wofür) möchte ich dem Gespräch geben? Welches Ziel verfolge ich in diesem Gespräch? - Hier hat es sich als hilfreich erwiesen, sich dieses Ziel möglichst genau, auch bildlich vorzustellen.

  • Wie genau nehme ich die Leistungen der/des Mitarbeitenden wahr? Was macht die/der Mitarbeitende besonders gut (Muster des Gelingens erkennen)? Wo genau sehe ich Verbesserungspotenzial und wie genau (das heißt anhand welches Verhaltens) werde ich eine Verbesserung oder Entwicklung in die aus meiner Sicht optimale Richtung wahrnehmen?

  • Welche Wirkmöglichkeiten habe ich in meiner Rolle als Führungskraft? Was müsste und könnte ich tun, wenn keine Veränderung eintritt? Ich kann wie gesagt niemanden zwingen, etwas Bestimmtes zu tun. Aber ich kann sehr wohl versuchen extrinsische Motivationen zu setzen, die dazu führen, dass sich jemand selbstständig, unter Abwägung alles relevanten Fakten, entschließt, sich in eine bestimmte Richtung zu entwickeln.

  • Wie kann ich mein eignes Erleben der/des Mitarbeitenden respektvoll und lösungsorientiert formulieren?

  • In welche Zwickmühlen bringt mich dieses Situation selbst? Häufig möchten wir als Menschen gar nicht unbedingt andere auf ihr Entwicklungspotenzial hinweisen, in unserer Rolle als Führungskraft, einhergehend mit der Verantwortung für die Unternehmensziele, kommen wir jedoch nicht drumherum, entsprechend vorzugehen. Oder ich kann als Mensch das unerwünschte Verhalten der/des Mitarbeitenden sogar nachvollziehen, darf es in meiner Rolle als Führungskraft jedoch nicht akzeptieren, bzw. tolerieren.

  • In welcher Rolle führe ich das anstehende Gespräch? - Hier gibt es im Unternehmenskontext nur eine richtige Antwort für all jene unter euch, die in Führungsverantwortung sind: Als Führungskraft! Was bedeutet das für das anstehende Gespräch und mich selbst? Was brauche ich um mit eventuellen Ambivalenzen oder Rollenkonflikten Ambivalenzen gut umzugehen?

Schritt zwei: Durchführung

Als Initiator des Gesprächs legt die Führungskraft zunächst das “Wofür” des Gesprächs und ihre/seine Wahrnehmung der zu besprechenden Umstände dar. Das sollte so transparent und ehrlich wie nur möglich geschehen. Auch eigene Zwickmühlen dürfen an dieser Stelle transparent gemacht werden.

Anschließend wird die/der Mitarbeitende dazu eingeladen, die eigene Einschätzung darzulegen. Wie geht es der/dem Mitarbeitenden mit dem “Wofür” des Gesprächs? Welches “Wofür” wäre aus ihrer/seiner Sicht noch wünschenswert? Was brauch sie/er, um dieses Gespräch als unterstützend zu empfinden?

Bezogen auf die konkreten Themen wird die/der Mitarbeitende eingeladen, eine eigene Einschätzung abzugeben um Parallelen oder Unterschiede zur Einschätzung der Führungskraft auszudeuten. Hierbei hat sich die Arbeit mit Skalen von eins bis zehn sehr bewährt. Wichtig: Hierbei geht es NICHT um die objektive Wahrheit, sondern um subjektive Einschätzungen. Hierbei hat subjektiv betrachtet natürlich jede/jeder Recht! Ich kann die Einschätzung der/des Mitarbeitenden aus ihrer/seiner Sicht durchaus respektieren und es trotzdem aus meiner Rolle heraus anders einschätzen.

Bei der Vereinbarung über die nächsten konkreten Schritte ist es hilfreich, auf den sogenannten Mustern des Gelingens der/des Mitarbeitenden, das heißt auf alles das, was bereits wünschenswert läuft, aufzubauen. Zusätzlich zu den konkreten Schritten, die es für die/den Mitarbeitenden zu gehen gilt, ist es hilfreich, eine gemeinsame Resonanzschleife zu vereinbaren. - Wann treffen wir uns wieder um zu schauen ob es in eine gewünschte Richtung geht und ob ich dich in meiner Rolle als Führungskraft zusätzlich unterstützen kann?

Schritt drei: Umgang mit Widerständen

Das Phänomen der Autopoiese lässt grüßen! Denn wie eingangs beschrieben: Egal wie perfekt ich ein solches Gespräch aufbaue entscheidet allein die/der Mitarbeitende, ob sie/er Willens ist, in die gewünschte Richtung zu gehen, oder eben nicht. Für diese Entscheidung ist eine breite Kenntnis aller Fakten von hoher Bedeutung. Das heißt, die/der Mitarbeitende sollte unbedingt wissen, wie ich in meiner Rolle als Führungskraft vorgehen muss, wenn es eben nicht zur gewünschten Entwicklung oder Veränderung kommt.

Sollte der Widerstand seitens der/des Mitarbeitenden spürbar sein, ist es im ersten Schritt wichtig, mit diesem Widerstand respektvoll aber trotzdem zielorientiert anzusprechen. Hier kann es hilfreich sein, in eine Art Metakommunikation zu gehen: “Aus deiner Sicht oder als Mensch kann ich deine Haltung gut verstehen oder nachvollziehen. Ich respektiere deine Sichtweise, die aus deiner Perspektive verständlich ist. In meiner Rolle als Führungskraft, mit der Verantwortung für (…) sehe ich das jedoch anders, oder muss ich folgendermaßen argumentieren: …” Wichtig ist im Rahmen dieser Metakommunikation mit einem sehr klaren Appell zu beschließen: “In meiner Rolle als Führungskraft brauche ich (…) von dir.” Ist der Widerstand nach wie vor spürbar kann ich wie folgt ergänzen: “Wenn ich bis dann und dann allerdings nicht den Eindruck habe, dass ich (…) von dir bekomme, werde ich so und so reagieren müssen, auch wenn ich das eigentlich gar nicht will. Denn in meiner Rolle bleibt mir leider keine andere Alternative. Wie gesagt, ich respektiere, dass du frustriert, wütend, anderer Meinung bist, dennoch brauche ich (…) von dir. Kann ich dich dabei unterstützen? Was brauchst du von mir um (…) zu liefern?” -So oder so ähnlich!

Die Kunst des respektvollen Miteinanders

Im Kontext von Führung und Team-Management ist Hynosystemik, so wie sie Dr. Gunther Schmidt aus den hypnotherapeutischen Ansätzen des großen Milton Erickson entwickelt hat, für mich die Kunst das respektvollen und achtungsvollen Miteinanders. -Im Organisationskontext mit zusätzlichem, starken Fokus auf ein gemeinsames Ziel. Ein respektvolles Miteinander bedeutet jedoch nicht Harmonie und Friede-Freude-Eierkuchen. Ein respektvolles Miteinander bedeutet einen achtungsvollen Umgang mit Unterschieden. Denn in diesen Unterschieden steckt nicht selten das Entwicklungspotenzial einer Organisation. Henry Ford hat einmal gesagt, dass wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung seien, einer von beiden überflüssig sei. Unterschiedliche Einschätzungen und Wahrnehmungen sind das Salz in der Suppe des menschlichen Miteinanders, weil die jeweils andere Perspektive das Potenzial hat, ausgesprochen horizonterweiternd zu sein. In Unternehmen kommen aus meiner Sicht zwei zusätzliche Aspekte zum Tragen, die diese unterschiedliche Wahrnehmung noch etwas spannender machen:

  1. In Unternehmen gibt es ergänzend zu unseren individuellen Zielen auch immer ein höheres, gemeinsames Ziel, das es ausgesprochen gut und deutlich zu kommunizieren gilt. Dieses gemeinsam “Wofür” muss klar sein. Denn im Kontext meines Wirkens innerhalb dieses Unternehmens sollte ich in der Lage sein, meine individuellen Ziele dem großen Ziel anzupassen. Passen meine Ziel so ganz und gar nicht zu diesem Unternehmensziel, oder kann ich mich diesem Ziel aus anderen Gründen nicht anschließen, bin ich gut beraten mich zu fragen, ob ich am für mich richtigen Ort wirke.

  2. In Unternehmen gibt es unterschiedliche Rollen die auch in sehr flachen Hierarchien an unterschiedliche Macht-Niveaus (und damit subjektiv empfundenen Verantwortungs-Niveaus) und unterschiedlich Aufgaben (und damit Interessen und Problemräume) geknüpft sind. Diese unterschiedlichen Rollen bringen uns nicht nur innerhalb einer Hierarchie, sondern auch in der Auseinandersetzung mit den diversen Stakeholdern dazu, nicht als Mensch, der viele Themen gut nachvollziehen und gerne auch mal die berühmten Fünfe grade sein lassen möchte, zu agieren, sondern aus unserer jeweiligen Rolle heraus, im Sinne des Unternehmens. Diese Zwickmühlen gilt es wahrzunehmen und im täglichen Miteinander zu kommunizieren und wertzuschätzen um dann eine gemeinsame Lösung im Interesse des Unternehmens zu finden. In einer komplexen Welt brauchen erfolgreiche Unternehmen unterschiedliche Perspektiven die in einer achtungsvollen Diskussionskultur aufeinandertreffen.

Wo geratet ihr regelmäßig in diese Zwickmühlen und wie geht ihr für gewöhnlich damit um? Und vor allem, wie geht es euch mit diesen Feedback-Gesprächen? Wie gebt ihr Feedback und was braucht ihr um Feedback anzunehmen? Ich bin sehr gespannt auf Rückmeldungen zum Thema eurerseits.

Habt einen schönen, hoffentlich nicht zu regnerischen Sonntag.

Eure Constance

Führung leicht gemacht

Lösungen gemeinsam erarbeiten